Wer ist Online?

Wir haben 17 Gäste online
FD WM Bericht von Felix
Geschrieben von: Felix   

 

Weltmeisterschaft 2018 in Medenblik, Holland

Für die WM hatten wir dieses Jahr die richtig große Sommertour bestritten. Los ging es für uns schon gut 1,5 Wochen vorm dem Start zur Aufwärmung in Warnemünde. Dieses Jahr waren auch die FD´s wieder bei der Warnemünder Woche dabei. Wir freuten uns schon riesig auf zwei Tage gute Segelbedingungen. Der Samstag war dann perfekt, es stand eine schöne Welle, 3-4 bft und Sonnenschein. Leider riss bei uns direkt nach der ersten Wettfahrt die Trapezaufhängung am Mast. Damit verbrachten den restlichen Samstag leider mit reparieren an Land. Am Sonntag war dann unser Boot soweit wieder fit und wir konnten noch zwei Wettfahrten bei sehr wenig Wind bestreiten.

Am Montag ging es für uns dann weiter nach Dänemark zum Training. Wir hatten die Möglichkeit vor der WM mit den Bojsen-Möller Brüdern vor Kopenhagen zu trainieren. Die Chance wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. So fuhren wir am Montag früh schließlich mit T3 Bulli, 65 PS und Doppeltrailer (mit 2 FD´s) mit der Fähre von Rostock nach Gedser und von dort weiter zum Yachtclub Hellerup der die nächsten Tage unser Stützpunkt sein sollte.

Gegen Mittag kamen wir in Kopenhagen an, dann hieß es schnell Boot abladen, Campingplatz beziehen und ab auf Wasser. Wir haben den Nachmittag noch genutzt um eine erste Einheit mit den Dänen zu absolvieren. Man sind die Jungs schnell gewesen…

Am nächsten Morgen stand erstmal Sightseeing auf dem Programm. Wir fuhren mit der S-Bahn nach Kopenhagen und schauten uns die Stadt im Schnelldurchgang an (historische Gebäude, Museen, Autonomes Viertel Freistadt Christiania, Königlicher Palst und natürlich ein paar Dänische Hotdogs).

 

Am Nachmittag ging es dann wieder aufs Wasser. Dieses Mal waren wir schon deutlich schneller unterwegs und konnten den einen oder anderen Testschlag auch gewinnen. Das machte schon sehr zuversichtlich für die WM. Am Abend zeigte uns Jacob noch den Segelverein (Was es dort alles gab: Sauna, GYM mit Blick auf Wasser, eine riesige Bootshalle und sogar eine eigene Lackierkabine). Die nächsten zwei Tage liefen dann ähnlich ab, wir waren schon vormittags auf dem Wasser und nachmittags kamen dann die Bojsen-Möller Brüder dazu. Wir fuhren meist kilometerlange Testschläge und versuchten irgendwie an die Geschwindelt der Dänen heranzukommen. Dies gelang mal mehr, häufig jedoch eher weniger gut. Da wir jedoch nur das dänische Boot als Vergleich hatten, waren wir schon etwas demotiviert – man sind wir langsam. Dass es am Ende nicht ganz so schlimm war zeigte sich erst später auf der WM.

Am Freitagmorgen packten wir dann unsere Sachen zusammen und machten uns auf die lange Anreise nach Medenblik in Holland. Wir fuhren insgesamt fast 15 Stunden und kamen abends gegen 22 Uhr endlich am Ijsselmeer an.

Am Samstag stand für uns dann das übliche Prozedere an: Anmelden und Schiff vermessen. Vermessen wird immer das gleiche, unser Material hat sich auch seit dem letzten Mal nicht verändert – trotzdem gab es wieder kleine Beanstandungen die aber recht easy behoben werden konnten. Damit waren wir startklar für die WM!

Wir nutzten den restlichen Samstag und den Sonntag noch, um uns ein wenig mit der Ijsselmeerer „Spezialwelle“ vertraut zu machen (sehr kurz und doch immer ungewöhnlich hoch).

Am Montag ging es dann endlich los. Wir konnten zwei Wettfahrten bei eher leichten Wind um die 2 Bft segeln – und die liefen beide richtig gut. Wir haben gute Starts erwischt aber was uns wirklich nach vorne brachte war unser Bootspeed. Hat uns also offenbar doch was gebracht, unser Ausflug nach Dänemark. Auch der nächste Tag verlief ähnlich. Nach langem Warten auf Wind konnten wir einen 8. Platz ins Ziel bringen. In der zweiten Tageswettfahrt lagen wir sogar lange Zeit in Führung. Aufgrund einer zu krassen Winddrehung wurde das Rennen dann aber kurz vor der Ziellinie abgebrochen. Ähnliche Bedingungen mit manchmal bis 4 Bft brachten dann auch die restlichen Tage. Wir konnten immer wieder Top 10 Plätze fahren (ein Ausrutscher auf 15 war auch dabei), so dass wir unsere Position unter den ersten Teams sicher festigen konnten. Am Donnerstag stand dann der Lay-Day an. Wir nutzten den Tag für einen Kurztrip nach Amsterdam. Man muss auch mal etwas anderes machen als nur segeln. Für einen Besuch im einen Coffeeshop war es uns dann aber bei 37° doch einfach zu heiß.

Am vorletzten Tag standen dann wieder zwei Wettfahrten auf dem Programm. Wir beendeten die erste auf Platz 7. Damit war die WM für uns eigentlich schon gelaufen weil wir uns noch keinen einzigen richtig schlechten Platz geleistet haben und die zwei schlechtesten Einzelergebnisse nicht in die Wertung eingehen. Einen Platz in den Top 10 hatten wir damit sicher. Die zweite Tageswettfahrt lief dann nicht so gut – war aber auch nicht mehr schlimm. Am Abend fand dann bereits das Champions Dinner statt. Auch die Weltmeister standen bereits vorzeitig fest. Die dänischen Brüder Bojsen-Möller mit denen wir eine Woche zufuhr noch trainiert haben. Glückwunsch! Aber bei dem Trainingspartner war das ja ein Muss ;-) Für die beiden war das nun der 9. WM Titel im FD. Schon irre. Für den letzten Tag war dann ab Nachmittag sehr starker Wind angesagt. Wir mussten jedoch nur noch ein Rennen absolvieren. Wir starteten leider auf der falschen Seite, konnten aber bis ins Ziel noch einiges aufholen und beendeten die letzte Wettfahrt auf den 18. Platz.

Alle Teams waren pünktlich vor der Schlechtwetterfront wieder im Hafen. Wir packten unsere Boote zusammen und dann ging es zur Siegerehrung. Wir waren insgesamt 9. geworden. Für uns ein riesen Ergebnis worauf wir auch sehr stolz sind. Training bringt eben doch etwas. Auch zu erwähnen ist, dass mein Vater GER 213 einen sehr guten 21. Platz ersegelte. Für uns zwei Talsperrensegler in einem Weltklasse besetzten Feld sind das super Resultate!

 

Die Gesamtergebnisse findet ihr hier: http://www.fd-worlds.com/wp-content/uploads/2018/07/FD-final-total-results.pdf 

Viele Bilder vom Wasser gibt’s außerdem hier: http://www.saralin.de 

Bis demnächst auf dem Wasser

Felix Albert GER 222